„Project Egypt!“

Das Thema war gesetzt: Scripted Reality im Fernsehen. Also Sendungen, die wie eine Dokumentation aussehen aber nach Drehbuch von Laien gespielt werden. Für die einen „unterste Schublade“, für die anderen eine Belustigung zum Zeitvertreib ohne das Gehirn einschalten zu müssen und sich dazu besser zu fühlen, als die lächerlichen Figuren auf dem Bildschirm.

Mit diesem Phänomen der Pseudo-Doku beschäftigten sich die 11 Jugendlichen im Alter von 14 bis 20 Jahren zunächst und lernten am ersten Projekttag, was es eigentlich mit diesen Formaten auf sich hat. Der Dokumentarfilm „Mad World“ sensibilisierte auch den letzten Teilnehmer des Osterferienkurses für die Problematik des Fakes im Fernsehen. Jedoch nicht ohne die Absicht des Regisseurs selbst kritisch zu betrachten: Einfach glauben, was man im Fernsehen sieht, war nach diesem und anderen Filmbeispielen nicht mehr möglich.

Nachdem gemeinsam erarbeitet wurde, was hinter diesen Scripted Reality-Formaten wirklich steckt, entwickelten die Jugendlichen durch Improvisation innerhalb von 3 Tagen ein 35-minütiges Theaterstück mit Video-Live-Projektion, in dem sie die Manipulationsvorgänge und Drehbedingungen einer solchen Produktion entlarvten.

Entstanden ist „Project Egypt“, ein Theaterstück über eine Reality-Show-Produktion, bei der eine neunköpfige Clique ausgewählt wird, für 2 Wochen vom Sender begleitet und finanziert nach Ägypten zu reisen – Sonne, Party, Strand und „mehr“. Der Realisator der Show begleitet die Gruppe mit der Kamera und versucht die Freunde bewusst und mit dreisten Mitteln gegeneinander auszuspielen. Fast zu spät erkennt die Gruppe das „falsche Spiel“, kann sich jedoch durch einen einfachen aber genialen Trick gegen den Realisator und seine Methoden wehren…

Der Abschluss und damit die Aufführung des Stücks fand am 30. März 2013 auf der Werkstattbühne des Pfalztheaters Kaiserslautern statt.

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