Die Realschule plus-Ermittler

Die 8a der Realschule Plus in Ramstein-Miesenbach hat im Juni das Scripted Reality Projekt „Echt oder Fake?!“ im Unterricht durchgeführt. Das Thema Recht wurde zuvor in Sozialkunde behandelt. Wie passend, dass dieses Thema häufig Bestandteil in Scripted Reality Formaten ist.

Drei Filme sind entstanden. Einer hat das „Studio Schule“ verlassen und hat den örtlichen Edeka als Kulisse eines jugendlichen Diebstahls gewählt. Den Ladendetektiven machen es die Diebe nicht leicht..

Zwei Filme bedienen sich am Konfliktpotential in der Schule. Die Realschule plus-Ermittler greifen zu ungewöhnlichen Mitteln, um einen Dieb Dingfest zu machen.

Und der Schulsozialarbeiter vermittelt zwischen einer neuen Schülerin und den Alteingesessenen in einer Mobbing-Sache.

Das Projekt fand an 3 Tagen statt. Montag stand ganz im Zeichen des Eingroovens. Neben der Analyse einschlägiger Formate („Auf Streife“ und „Verklag mich doch“) schauten die Medienpädagogin Karen Schönherr und FSJler Christian Laber (beide medien+bildung.com) gemeinsam mit den Jugendlichen Clips über Scripted Reality und Reality Sendungen. So konnten alle am ersten Tag ihr Wissen über das Fernsehprogramm beisteuern und mit neuem Wissen über typische Elemente der Genregruppe nach Hause gehen. Die Schüler/innen reflektierten ihr eigenes Fernsehverhalten und diskutierten den Realitätsgrad verschiedener Sendungen zum Teil sehr lebhaft. Es entstanden auch schon erste Ideen, welche rechtlich problematischen Fälle sie in ihren eigenen Filmprojekten umsetzen können: Beleidigung, Sachbeschädigung, Diebstahl. Die erste Drehortanfrage im örtlichen Lebensmittelgeschäft übernahm ein Schüler für den Nachmittag.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Drehplanung und des Drehs. Mit Arbeitsblättern bereiteten die jungen Filmstars ihre Szenen und sich selbst auf ihre Rollen vor. Mit iPads und der App iMovie waren die drei Kleingruppen mit allem ausgestattet, was sie brauchen: Kamera, Mikrofon, Schnittplatz. Die Klassenlehrerin Frau Müller gab jeder Gruppe zusätzliche Unterstützung, wenn es nötig war. Über kleine Zeitfenster arbeiteten die Gruppen allein.

Tag drei war erfüllt von Nachdrehs und dem Schnitt der Szenen. Da jede Gruppe mit zwei oder drei Tablets arbeiten konnte, waren alle Schüler/innen am Schnitt beteiligt. Richtige Technik-Experten wurden dabei entdeckt. Zum Texten wurde dann auch das Internet bemüht, denn die „Experten“ im Fernsehen erläutern auch den rechtlichen Sachverhalt. Besonders relevant: das Strafmaß für die Taten.

Den großen Abschluss der Projekttage bildete das gemeinsame Sichten der fast fertigen Szenen. Es gab viel Gelächter aber auch Respekt vor unerwarteten Schauspieltalenten und technischen Fricklern. Die Klassenlehrerin konnte Schüler/innen, die sich sonst nur ungern am Unterrichtsgeschehen beteiligen, auf einmal von einer aufgeschlossenen und interessierten Seite erleben. Chris stellte fest, dass John und Thorben sich wider Erwarten beim Dreh benommen haben. Und nicht nur das, richtig Mühe haben sie sich gegeben: sie wollten ja echt wirken, als Ladendiebe.

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