Scripted Reality

Scripted Reality werden jene Fernsehformate genannt, die visuelle den Eindruck erwecken, Dokumentationen zu sein, aber eigentlich Fiktion sind. Sie zeigen Geschichten, „die von Laiendarstellern nach einem vorgegebenen Drehbuch (Skript) relativ frei umgesetzt werden“ (JIM 2012, 26). Handkamera, Off-Sprecher und Interviews mit den Protagonisten sollen das Gefühl von Authentizität erzeugen. Diese Elemente sind den Zuschauern aus Dokumentationen und Doku-Soaps bekannt. Dass die Geschichten mehr oder weniger frei erfunden werden, lässt sich bei den meisten Formaten nur in kleinen, kurzen Einblendungen im Abspann erkennen.

Laut JIM-Studie 2012 glauben 38% der Jugendlichen, die Scripted Reality Formate schauen, sie sehen reale Geschehnisse, die dokumentarisch begleitet oder nachgestellt werden. Sie halten also erfundene Geschichten für genauso passiert. Bei unter 14-Jährigen ist es fast die Hälfte. Aus medienpädagogischer Sicht ist es notwendig, Jugendliche hier kompetenter zu machen. Dass die Jugendlichen alle etwas dazu lernen, zeigt das Making of des Pilotprojektes „Pony Paradise Park“.

Die Zeitschrift FLIMMO hat Scripted Reality im Herbst 2013 sehr genau beleuchtet und kindgerechte Artikel dazu geschrieben. Die Artikel können online gelesen werden.

 

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